Inklusion feiern

Menschen auf dem Weg: Kunst und Besinnung

Leichte Sprache erleichtert allen Menschen den Zugang zu Kunstwerken

Der Förderverein Besinnungsweg Fellbach e.V. bietet über das Jahr Führungen und Veranstaltungen zu einzelnen Besinnungsorten in der Gemeinde an. In Zusammenarbeit mit der Diakonie Stetten und mit Förderung durch den Fonds „Inklusion leben“ konnten Menschen mit Behinderungen drei dieser Erinnerungs-Orte besuchen – und so Teilhabe und Inklusion leben. Teilbereichsleiter Claus Schoch von der Diakonie Stetten berichtet:

„Die Veranstaltung verlief sehr harmonisch, wir hatten aber als Veranstalter doch mit etwas mehr Besuchern gerechnet. An der Einführung am Kunstwerk „Zeit“ sowie an den Führungen zu „Geborgenheit/ Vertrauen“  und zur „Erinnerung/Vergessen“ nahmen rund 35 Menschen mit und ohne Behinderung teil.

Besinnungsweg Fellbach
Besinnungsweg Fellbach

Grundsätzlich haben wir aber mit der Veranstaltung erreicht, dass Menschen mit Behinderungen adäquaten, barrierefreien  Zugang zu „Kunstwerken“  bekommen konnten. Barrierefrei nicht nur im Sinne von physischer Barrierefreiheit, auch die Vermittlung der Intentionen und Inhalte der Kunstwerke  war barrierefrei, so dass auch manche vermeintlich nichtbehinderte  Besucher feststellen konnten, dass „leichte“ Sprache auch in solch komplexen Zusammenhängen wie Kunst einen „leichteren“ Zugang zu den Inhalten der Kunst bewirken kann. Ein Austausch zwischen Menschen mit und ohne Behinderung über die Kunstwerke erfolgte somit auf „Augenhöhe“.

Besinnungsweg Fellbach
Besinnungsweg Fellbach

Auch Menschen mit eingeschränkten Deutschkenntnissen profitieren von Leichter Spache

Das Instrument „leichte Sprache“ wurde kompetent und gewinnbringend präsentiert. Überlegungen, leichte Sprache auch in Führungen von Menschen mit eingeschränkten Deutschkenntnissen oder gegebenenfalls für ältere Menschen einzusetzen, werden sicherlich in der nächsten Zeit konkretisiert.  Weitere Informationen zu Kunstwerken des Besinnungswegs sollen ebenfalls in leichte Sprache übersetzt werden.

Ein schöner Nebeneffekt der Veranstaltung war, dass zwei Bewohner eines Wohnheims der Diakonie Stetten den Förderverein schon mehrfach beim Auf- und Abbau der Veranstaltungen unterstützt haben. Auch hier konnte Inklusion in den Alltag aller Beteiligten übertragen werden.   Die Beteiligten bewerten dies aber nicht als inklusive Maßnahme, sondern schlichtweg als nachbarschaftliche ehrenamtliche gegenseitige Unterstützung, somit als ganz normal.“

Wer steckt hinter „Inklusion leben“?

Haben Sie die Projekte angesprochen und suchen Sie das passende Netzwerk?